Druckschmerz nach Wurzelbehandlung

Druckschmerz nach Wurzelbehandlung

Druckschmerz nach Wurzelbehandlung

Aus der modernen Zahnheilkunde ist die endodontologische Behandlung, kurz Wurzelbehandlung, nicht mehr wegzudenken.

Durch diese Form der Behandlung können oftmals sogar Zähne gerettet werden, die bereits stark von Karies befallen sind und deren Wurzelspitze sich entzündet hat.

Doch nicht immer herrscht nach der Wurzelbehandlung sofort Frieden im Mund, mitunter entwickelt sich ein unangenehmer Druckschmerz.

Ursache des Druckschmerz erkennen

Nach einer frischen Wurzelfüllung kann es passieren, dass der Zahn noch ein bis zwei Tage empfindlich auf Berührungen reagiert und zudem ein leichter Druckschmerz vorhanden ist. Mit apothekenpflichtigen Schmerztabletten sollte es allerdings problemlos möglich sein, diesen postoperativen Schmerz zu beherrschen. Nimmt der Druckschmerz nach zwei Tagen nicht deutlich ab, ist der Gang zum Zahnarzt nochmal erforderlich, um die Ursachen herauszufinden.

Druckschmerz durch Aufbiss auf den Zahn

Wurzelbehandelte Zähne brauchen ein paar Tage Ruhe, damit sie sich vollkommen erholen und die entzündliche Reaktion an der Wurzelspitze restlos verschwindet. Durch Kaubewegungen, beim Sprechen oder durch unbewusstes Zähneknirschen kommt es vor, dass der behandelte Zahn großer Belastung ausgesetzt ist, was zum Druckschmerz führt. Der Zahnarzt kann in einer schmerzfreien Behandlung eine Beschleifung vornehmen, der Zahn wird so verkürzt, dass er nicht mehr mit seinem Gegenzahn in Berührung kommt. Meist bedeutet dieser kurze Eingriff eine rasche Verbesserung der Schmerzen.

Antibiotika bei vorhandener Entzündung

Wurzelbehandlungen werden oftmals erst durchgeführt, wenn bereits eine Entzündung der Wurzelspitze vorhanden war. Wenn die Wurzelkanäle gereinigt, aufbereitet und abgefüllt wurden, sind im Zahn keine Bakterien mehr vorhanden. War die Entzündung allerdings schon über die Wurzelspitze hinaus, ins umliegende Gewebe vorgedrungen, kann sich nach der Wurzelbehandlung ein lästiger Druckschmerz einstellen. Der Arzt verschreibt in diesem Fall Antibiotika, um die restlichen Bakterien abzutöten und eine rasche Schmerzfreiheit zu erzielen. Die Einnahmedauer liegt bei sieben bis zehn Tagen.

Schmerztabletten helfen vorübergehend aus

Ist der Druckschmerz erst einmal da, kann er den Tag eines Betroffenen ganz schön in Mitleidenschaft ziehen. Essen wird zur Qual, da jede Kaubewegung schmerzt und oftmals drückt es auch im Ruhezustand. Hier schaffen Schmerzmittel aus der Apotheke vorübergehend Linderung, der Zahnarzt kann das geeignete Präparat verordnen oder einen Tipp geben, welches Mittel in der Apotheke erworben werden sollte.

Achtung: Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte nicht länger als eine Woche erfolgen, außer der Arzt hat eine andere Anordnung getroffen.

Die Wurzelspitzenresektion im Ernstfall

Wenn sich der Druckschmerz nicht legt und die Beschwerden von der entzündeten Wurzelspitze ausgehen, kann eine Wurzelspitzenresektion als letzte Möglichkeit Abhilfe schaffen. Es handelt sich hierbei um einen kieferchirurgischen Eingriff, der nur von einem erfahrenen Kieferchirurg durchgeführt werden sollte. Bei der Wurzelspitzenresektion wird ein kleiner Zugang durch den Knochen geschafft, so dass der Zahnarzt den betroffenen Zahn von außen behandeln kann. Mit entsprechendem Werkzeug wird die Wurzelspitze des Zahns abgetrennt und hiermit auch das entzündete Gewebe. Anschließend wird die Wunde vernäht und die Schmerzen des Patienten sollten innerhalb kürzester Zeit verschwinden.

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