Karies bei Milchzähnen

Karies bei Milchzähnen – Dass auch Milchzähne auch Zähne sind, ist hinlänglich bekannt. Dass die Milchzähne bei Kindern ausfallen und erst dann durch die bleibenden Zähne ersetzt werden, ist auch bekannt. Dass es aber nicht egal, wie die Kinder beziehungsweise die Eltern die Milchzähne behandeln, weil sie eh irgendwann ausfallen, ist allerdings nicht allen bekannt. Viele Eltern meinen, es spielen keine Rolle, wie und wann die Milchzähne ihrer Kleinkinder ausfallen und ob diese vorher schon von Karies verfallen und teilweise gar zerfressen sind. Karies bei Milchzähnen ist zwar kein Weltuntergang, kann aber trotzdem zu Komplikationen und zu bösen Überraschungen bei den nachkommenden bleibenden Zähnen führen.

Zahnausfall ist auch bei Kleinkindern nicht egal

Einem Kind, welches bereits nach dem Abstillen ständig nur mit gesüßtem Tee beruhigt wird etwa, können bereits mit 3 Jahren die Milchzähne so sehr von Karies zerfressen sein, dass sie komplett entfernt werden müssen. Erstens ist das traumatisch für das Kind und schürt nur die sowieso schon omnipräsente Angst vorm Zahnarzt und zweitens muss dann ein teurer Zahnersatz her. Denn ohne Zähne kann das Kind auch nicht bleiben, bis sich endlich die bleibenden Zähne entwickelt haben – das führt zu Sprachstörungen, da es lernt ohne seine Zähne, Worte und Laute anders zu bilden. Und schöner wird ein Kleinkind ohne Zähne auch nicht.

Die schlauen Wege des Bakteriums

Eltern sollten sich außerdem darüber bewußt sein, dass Karies in gewissem Maße auch übertragbar ist. Denn Karies wird – auch bei Milchzähnen – durch das Bakterium Streptococcus mutans ausgelöst. Dieses kann zum Beispiel beim allseits gängigen ´Schnuller-Ablecken´ von der elterlichen Mundhöhle in die frühkindliche übersiedeln. Dieses Bakterium braucht natürlich neben der schön warmen und feuchten Mundhöhle noch ein Gemisch aus Zucker und Zeit um ordentlich gedeihen und die Milchzähne zerstören zu können, aber dennoch ist es eine gute Präventivmaßnahme gegen frühkindliches Karies, wenn auch die Eltern durch entsprechende Zahnpflege bei sich selbst und eine gesunde Ernährung dafür sorgen, dass dieses Bakterium so wenig wie möglich wüten kann.

Es dem Bakterium so ungemütlich wie möglich machen

Die Wissenschaft weiß auch schon längst, dass Kinder, die mit den Milchzähnen weniger Kariesprobleme hatten, in späteren Jahren auch mit den bleibenden Zähnen deutlich weniger Karies-Krieg zu führen haben – interessanterweise selbst bei einer zuckerhaltigen Ernährung. Denn je früher und optimaler das Bakterium Streptococcus mutans in der Mundhöhle florieren kann, desto fester etabliert es sich dort – und bleibt beständig. Wenn Eltern aber darauf achten, dass dies nicht passieren kann, etabliert sich im frühkindlichen Mund dagegen zuerst eine starke, gesunde Mikro-Flora, die das böse Bakterium hinterher abzuwehren weiß.

Schon vor der Geburt des Kindes zum Zahnarzt – natürlich die Mutter, nicht das Kind

Frauen sollten sich auch darüber bewußt sein, dass sie ihren Sprößlingen viel Leid mit Karies bei Milchzähnen und im späteren Leben ersparen können, indem sie selbst schon vor der Geburt penibel auf ihre Zahnpflege achten und den Zahnarzt konsultieren. Logischerweise verringert sich die Übertragungsgefahr des Bakteriums von der Mutter auf das Kind, wenn schon die Mutter vor der Geburt dafür gesorgt hat, dass sie selbst so wenig Bakterien wie möglich in sich trägt – damit sie diese erst gar nicht übertragen kann, sobald das Kind geboren wurde.

Vorsorge, Vorsorge und Vorsorge

Wenn das Kind dann auf der Welt ist, sollten die glücklichen Eltern natürlich immer noch darauf achten, dass die Ernährung nicht nur aus Zucker besteht. Das ist schließlich nicht nur für die Milchzähne von Nachteil, sondern für den gesamten Organismus des Kindes. Sie brauchen aber Zucker auch nicht panisch zu vermeiden, nur weil sie Kinderkaries fürchten. Wie gesagt – Vorbeugen gegen das böse Bakterium ist das Beste. Und natürlich sollte das Kind von Anfang an dazu angehalten werden, die Zähne bewußt zu pflegen und regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen – dann klappt es auch mit den bleibenden Zähnen viel besser.

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