Kariesbehandlung

Karies, auch „Zahnfäule“ resultiert aus der Zerstörung (Entkalkung) der Zahnhartsubstanz. Diese Zerstörung kann durch bestimmte Bakterien, die in den Zahnbelägen entstehen, verursacht werden. Karies wird hauptsächlich ernährungsbedingt hervorgerufen und die Bakterien sind zudem auch ansteckend. Es gibt zahlreiche Kariesbehandlungen, die individuell auf den jeweiligen Patienten ausgerichtet werden. Die Zahnmedizin ist heute weit entfernt davon, bei Karies sofort zum Bohrer zu greifen. Wird Karies im Anfangsstadium behandelt, so kann auf den Bohrer verzichtet werden. Die Kariesbehandlung erfordert immer eine vorausgehende und intensive Reinigung des betroffenen Zahnes und anschließend erfolgt eine Füllung des Zahnes. Heute hält die Zahnmedizin aber auch Möglichkeiten bereit, mit denen auf den Bohrer verzichtet werden kann. Vor allen Dingen Angstpatienten profitieren von dieser sanften Methode, die allerdings in der Regel privatärztlich berechnet wird.

Kariesbehandlung ohne Bohren

Ist eine Kariesbehandlung ohne Bohren möglich? Menschen, die Angst vorm Zahnarzt haben, weil sie das unangenehme Bohren fürchten, können aufatmen. Angstbesetzte Patienten kann die Kariesbehandlung erleichtert werden. Statt eines Bohrers kann eine harzige Flüssigkeit Karies frühzeitig stoppen und auch behandeln. Der weitere Vorteil liegt darin, dass die gesunde Zahnsubstanz nicht geopfert werden muss und Patienten vom Angst einflößenden Bohrer befreit werden. Die so genannte „Icon-Substanz“, die von einem Hamburger Dentalunternehmen entwickelt wurde, wird mit der Hilfe von Folien auf die betroffenen Kariesstellen aufgebracht. Auch schwer zugängliche Stellen wie Zahnzwischenräume können einfach erreicht werden, da die Folie sehr dünn ist. Die Kariesinfiltration (Kariesbehandlung ohne Bohren) nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch.

Die oberste Mineralschicht des Zahnes wird bei der Kariesinfiltration mit einer Salzsäure zunächst vollständig und sorgsam entfernt. Dann dringt das Icon in den kariösen Zahn ein. Das Verfahren ist vergleichbar mit dem Eindringen eines Wassertropfens auf einen Zuckerwürfel. Zum Schluss wird die Flüssigkeit von dem Zahnarzt mit einer Tageslichtlampe eingehend gehärtet. Das Harz setzt sich dabei zwischen die Partikel des Schmelzes, die kristallförmig sind und festigt die Zahnstruktur nachhaltig. Die neue Methode der Kariesbehandlung hat auch Einschränkungen, denn sie ist nur im Anfangsstadium und einer leichten Form einer Karieserkrankung hilfreich. Patienten sollten deshalb frühzeitig einen Zahnarzt aufsuchen. Die Behandlung ohne den Bohrer kostet pro behandelten Zahn ca. 130 Euro. Dabei kommt es auch auf die Zahngröße und das Ausmaß der Betroffenheit an.

Kariesbehandlung bei Kindern

Wie erfolgt eine Kariesbehandlung bei Kindern? Kinder haben häufig Angst vor dem Zahnarzt, die durch das laute Bohrgeräusch hervorgerufen wird. Bei Kindern erfolgt die Kariesbehandlung deshalb oft nicht mit einem Bohrer, sondern mit einem speziellen Laser. So wird das schmerzlose Bohren ermöglicht und Kinder werden nicht der Strapaze einer Narkotisierung ausgesetzt. Auch eine örtliche Betäubung ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Entfernung der Karies bei Kindern erfolgt schonend und kommt ohne die unangenehmen Vibrationen am Zahn aus, die Kinder häufig ängstigen. Durch den Dentallaser kann eine Keimreduktion bei Wurzelbehandlungen erreicht werden. Dabei wird der Zahn für eine minimal-invasive Füllung präpariert.

Der Dentallaser ist wesentlich geräuschärmer als ein herkömmlicher Bohrer. Kariesbehandlungen werden bei Kindern aber auch unter einer Sedierung oder Narkose durchgeführt, wenn die Kinder sehr ängstlich oder die betroffenen Stellen sehr großräumig sind. Örtliche Betäubungen erfolgen bei einer Kariesbehandlung zunächst auch nicht mit der herkömmlichen Narkosespritze, sondern mit einem speziellen Gel, das nach Frucht schmeckt und die Stelle unempfindlich macht, in der die Narkosespritze gesetzt wird. Der Zahnarzt erklärt den Kindern, dass mit Hilfe dieses Wundermittels die Zähne einfach schlafen können und nichts mehr spüren. Kinder spüren durch das Wundergel keinen Einstich und so kann die notwendige Betäubung schmerzhaft erfolgen. Die anschließende Behandlung kann auch völlig unbemerkt und schmerzfrei erfolgen.

Kariesbehandlung bei Milchzähnen

Die Kariesbehandlung bei Milchzähnen. Karies zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Mundraumes bei Kindern. Auch die ersten Zähne der Kinder können betroffen sein. Dabei zeigen sich die Kariesschäden bei Milchzähnen zuerst am Zahnschmelz. Die so genannte „Initialkaries“ ist an weißen Flecken auf den Zähnen erkennbar, die auch als „White Spots“ bezeichnet werden. Bei kleineren Kariesbehandlungen erfolgt eine Lokalanästhesie des betroffenen Bereiches. Zunächst wird wieder das Schmerzgel eingesetzt, um den Einstich der Narkosespritze unbemerkt erfolgen zu lassen. Erstreckt sich der Kariesbefall auf mehrere Zähne und ist weitreichend, so erfolgt eine Narkose des Kindes. Die betroffenen Zähne werden zunächst gereinigt und die karieserkrankte Zahnsubstanz wird schonend entfernt. Das Verfahren wird mit einem Löffelexkavator, einer Turbine oder einem Bohrer durchgeführt. Anschließend wird der Zahn mit einer Komposite-Füllung gefüllt, die zahnfarben, verschleißbeständig ist und auch an Front- und Seitenzähnen eingesetzt wird. Ist der Ausfall der Milchzähne zeitnah vorhersehbar, so wird als Füllungsmaterial auch Zement eingesetzt.

Kariesbehandlung Füllungen

Die Kariesbehandlung Füllungen. Bei einer Kariesbehandlung wird der erkrankte Zahn zunächst sorgfältig von der Karies befreit. Anschließend wird der Zahn mit einer Füllung versehen. Es gibt unterschiedliche Füllmaterialien. „Amalgam“ ist das Füllungsmaterial, das vorwiegend im Seitenzahnbereich eingesetzt wird. Dabei ist das Amalgam eine Legierung aus Zinn, Kupfer, Quecksilber und Silber. Lange Haltbarkeit, schnelle Verarbeitung, hohe Festigkeit und geringe Kosten sind die Vorteile der Amalgamfüllung. Ein weiteres Füllungsmittel ist das „Komposit“, eine Mischung aus anorganischen Füllstoffen und Kunststoff. Kompositfüllungen werden in dem so genannten Mehrschichtverfahren aufgetragen und anschließend lichtgehärtet. Die zahnfarbene Füllung ist beständig und es fällt nicht auf, dass der Zahn behandelt worden ist.

Kariesbehandlung und Schmerzen danach

Wie sieht es bei einer Kariesbehandlung und Schmerzen danach aus? Eine Kariesbehandlung wird in der Regel unter einer lokalen Betäubung durchgeführt. Durch das Bohren kann der behandelte Zahn ein wenig empfindlicher sein oder druckempfindlich reagieren. Der Zahn kann in Ausnahmefällen ein wenig gereizt sein. Generell treten aber nach einer Kariesbehandlung keine Schmerzen auf und nachdem die Betäubung abgeklungen ist, können Patienten in ca. 2 Stunden auch wieder normal essen und trinken.

Kariesbehandlung Kosten

Welche Kariesbehandlung Kosten gibt es? Eine Kariesbehandlung dient dem Erhalt der Zähne und fällt somit unter die Behandlungen, die seitens der Krankenkasse übernommen werden. Dabei übernehmen die Krankenkassen allerdings nur Füllungen aus Amalgam. Wird der Zahn mit dem Komposit gefüllt, so ist mit Kosten pro Zahn von 50-80 Euro zu rechnen. Die Füllung mit Komposit wird in mehreren Schichten aufgetragen. Aus diesem Grund erfordert ein großes Loch im Zahn auch mehrere Schichten und ist dementsprechend teurer als ein kleines zu befüllendes Loch im Zahn. Die Komposite-Füllung zählt zu den ärztlichen Privatleistungen und muss pro Füllung gezahlt werden. Liegt allerdings eine Allergie gegen Amalgam vor, so übernehmen die Kassen diese Art der Füllung. Besondere Behandlungsmethoden wie die Behandlung ohne Bohrer belaufen sich auf ca. 130 Euro pro Zahn.

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