Schmerzen nach Wurzelbehandlung

Schmerzen nach Wurzelbehandlung – Nach einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt ist es nicht unüblich, dass die Schmerzen über einen längeren Zeitraum andauern und unerträglich sein können. Die Behandlung selbst beseitigt zwar die Ursache vorangegangener Schmerzen, schließt aber nicht aus, dass sich auch nach der Behandlung ein störender Schmerz im Kiefer ausbreitet und die Lebensqualität einschränkt. Mit verschiedenen Hausmitteln ist es aber möglich, dem Schmerz nach der Wurzelbehandlung entgegen zu wirken und ihn zu lindern.

Effektive Hilfe gegen Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung

Da bei dieser Behandlung ein noch lebender Nerv mit dem darum befindlichen geschädigten Gewebe entfernt wird, ist ein nachträglicher Schmerz der Wunde vorprogrammiert. Nerven sind die empfindlichsten Bestandteile im menschlichen Körper, welche vor allem bei sensiblen Menschen unerträgliche Schmerzen hervorrufen und so sogar zur längeren Arbeitsunfähigkeit führen können. Auch eine neben dem behandelten Zahn befindliche Entzündung, oder aber eine langwierigere und in mehreren Schritten erfolgende Behandlung können den Schmerz verstärken und eine Wurzelbehandlung zu einer nachträglich äußerst unangenehmen Angelegenheit werden lassen.

Hausmittel helfen hier in der Regel, wobei sie den Schmerz nicht vollständig unterdrücken, aber eine spürbare Linderung versprechen. Sollten sich Schmerzen nach einer länger zurückliegenden Wurzelbehandlung allerdings verschlimmern oder nicht enden, ist eine erneute Konsultation des Zahnarztes notwendig. In manchen Fällen kann umliegendes Gewebe nach der Behandlung in Mitleidenschaft gezogen worden und ebenfalls geschädigt sein. Kamillentee und Nelkenöl sind aufgrund ihrer schmerzlindernden Wirkung bei Zähnen bekannt und können auch nach einer erfolgten Wurzelbehandlung die gewünschte und ersehnte Linderung bringen. Allerdings sollte nicht die Wunde selbst, sondern nur das umliegende Gewebe mit Nelkenöl eingerieben werden. Kamillentee zum Spülen hingegen ist so mild, dass dieser sich nicht negativ auswirkt und seine entzündungshemmende Wirkung zur Linderung der Schmerzen bei mehrmals täglicher Anwendung erfolgreich entfalten kann.

Natürliche Hilfe ist zu bevorzugen

Auch wenn der Griff zum Schmerzmittel verlockend ist, sollten Betroffene nur im äußersten Notfall eine Einnahme von Tabletten wählen. Da die Schmerzen in ihrer Ursache bekämpft werden müssen, kann die alleinige Einnahme medikamentöser Wirkstoffe zwar kurzzeitig für Linderung sorgen, die Ursache und somit die Entzündung nach der Wurzelbehandlung aber nicht bekämpfen. Vielmehr kann sich ein weiteres Problem einstellen, welches durch die vermehrte Einnahme von Medikamenten auftritt und den Magen in Mitleidenschaft zieht. Wichtig ist eine nach jedem Essen oder Trinken erfolgende Reinigung der entzündeten Pulpa, welche sich am besten mit einer Spülung aus Kamille realisieren lässt.

Auf süße Getränke oder zu heiße Speisen sollte der Betroffene verzichten, da dies die Schmerzen begünstigen und eine erneute Reizung nach der Wurzelbehandlung verursachen würde. Um Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung so gering wie möglich zu halten, ist ein rechtzeitiger Zahnarztbesuch beim ersten Bemerken von Problemen angeraten. Dies rettet nicht nur in vielen Fällen den Zahn, sondern lässt schmerzhafte Entzündungen in der Regel ausschließen oder aber auf ein erträgliches Minimum reduzieren.

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