Wie viele Weisheitszähne entfernen bzw. lassen?

In Deutschland lässt sich etwa jede vierte Person die Weisheitszähne, sobald diese das Zahnfleisch durchbrechen, ziehen. Das Entfernen der Weisheitszähne verhindert nämlich, dass der Patient an Schmerzen, welche durch das Durchbrechen des Zahnfleisches hervorgerufen werden, leidet. Weiterhin wird mithilfe einer Extraktion dem Platzmangel im Mundraum vorgebeugt, da dieser die benachbarten Zähne beschädigen kann.

Falls auch Ihr Zahnarzt das Entfernen der Weisheitszähne vorschlägt, ist es in der Regel sinnvoll, diese auch ziehen zu lassen. Haben Sie sich erstmals für eine operative Entfernung entschieden, bestimmen Sie, wie viele Weisheitszähne Sie innerhalb der vereinbarten Sitzungen ziehen lassen möchten. Vielen Patienten stellen sich hier zurecht die Frage, wie viele Weisheitszähne innerhalb einer Sitzung entfernt werden sollen. Damit Sie diese Frage beantworten können, sollten Sie sich mit dem Ablauf einer Extraktion der Weisheitszähne sowie ihrer Komplikationen vertraut machen.

Extraktion eines Weisheitszahns – So wird es gemacht

Haben Sie sich für eine operative Entfernung Ihrer Weisheitszähne entschieden, geschieht dies mit wenigen Ausnahmen unter einer örtlichen Betäubung. Hierbei wird im Mundraum die Region des zu ziehenden Zahns betäubt, damit Sie während der Operation keinerlei Schmerzen verspüren. Fängt die Betäubung erst einmal an zu wirken, legt der Zahnarzt den Weisheitszahn im Kiefer frei und entfernt diesen mithilfe spezieller Instrumente. Ein solcher Vorgang dauert pro Weisheitszahn durchschnittlich zehn Minuten. Nur wenn der Zahn besonders fest im Kiefer verankert ist oder quer hervorragt, muss der Zahnarzt den Weisheitszahn unter einer Vollnarkose mit einer Knochenfräse operativ durchtrennen. Wird der Weisheitszahn operativ entfernt, muss die Wunde anschließend zugenäht werden. Sobald diese verheilt ist, was oftmals bereits nach einer Woche der Fall ist, werden die Nähte gezogen.

Mögliche Komplikationen nach einer Operation

Während der operativen Entfernung der Weisheitszähne können unterschiedlichen Komplikationen auftreten. So sind Schmerzen, die nach der Operation erscheinen, völlig gewöhnlich, sodass Sie diese mit verschriebenen Schmerzmitteln behandeln können. Sollte der Arzt jedoch versehentlich einen Nerv verletzen, können Taubheitsgefühle im Gesicht auftreten. Dies kann unter anderem dazu führen, dass Sie Schwierigkeiten beim Öffnen Ihres Mundes oder Schluckbeschwerden haben. Durchaus öfter treten jedoch Schwellungen und Blutergüsse, die zwar zusätzliche Schmerzen verursachen, jedoch innerhalb von zwei Wochen vollständig verheilen, auf.

Weisheitszähne: So viele sollten Sie sich ziehen lassen

Damit Sie für sich entscheiden können, wie viele Weisheitszähne Sie innerhalb einer Sitzung ziehen lassen möchten, sollten Sie Ihre Weisheitszähne erst einmal gründlich vom Zahnarzt untersuchen lassen. Nur er kann Ihnen sagen, ob für alle Weisheitszähne lediglich eine einfach Extraktion oder einer operative Entfernung infrage kommt. Besonders die letztere Lösung ist mit weitaus größeren Schmerzen und schwerwiegenderen Risiken verbunden, sodass einer retinierter, also ein schief im Knochen eingewachsener Weisheitszahn, bei Möglichkeit einzeln entfernt werden sollte. Aus Erfahrungsberichten geht außerdem hervor, dass Patienten, die alle vier Weisheitszähne in nur einer Sitzung entfernen lassen, mit stärkeren Schmerzen und Einschränkungen zu kämpfen haben. Aus diesem Grund schlagen mittlerweile viele Zahnärzte pro Sitzung die Extraktion von zwei Weisheitszähnen auf nur einer Seite vor. Das hat den Vorteil, dass die Schmerzen geringer, als bei einer Entfernung aller vier Weisheitszähne, ausfallen und der Patient weiterhin mit einer Kieferseite problemlos kauen kann. Zuletzt ist ein individuelles Gespräch mit Ihrem Zahnarzt unumgänglich, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

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