Wurzelspitzenresektion vermeiden

Auch wenn die Wurzelspitzenresektion (im Zahnarztgebrauch abgekürzt: WSR) mittlerweile zum Standardangebot gehört und als Operationsverfahren mit dem Ziel der chirurgischen Erhaltung von Zähnen auch bei Verbrauchern durchaus nicht unbekannt ist, hat die die Entfernung der entzündeten Wurzelspitze durchaus ihre Tücken. Da wurzelspitzenbehandelte Zähne nach der Wurzelkanalbehandlung eine stark höhere Frakturgefahr aufweisen, da sie durch die Kürzung der Wurzellänge geschwächt sind, empfiehlt sich zumeist eine Überkronung. So kann es langfristig auch bei der besten Zahnarztleistung unter gewissen Umständen zu Komplikationen kommen, die dazu führen können, dass der behandelte Zahn am Ende nicht mehr zu retten ist.

Deshalb sind Sie als Verbraucher gut beraten, es erst gar nicht zu einer entzündlichen Veränderung des Gewebes kommen zu lassen. Die Bakterien sollten von Anfang an vom Wurzelkanal fern gehalten werden, um unnötige Infektionen später nicht durch eine aufwendige OP beseitigen zu müssen. Was kann von Ihnen unternommen werden, um eine teure und unsichere Wurzelspitzenresektion von vornherein vermeiden zu können?

Tägliche intensive Zahnpflege verhindert schmerzhafte Wurzelspitzenresektion

Die goldene Regel für jeden Menschen, der schmerzhafte Operationen wie eine aufwendige Wurzelspitzenresektion vermeiden möchte, ist noch immer die, gefährliche Bakterien im Mund- und Rachenraum gar nicht erst zur Wirksamkeit kommen zu lassen. Deshalb sollte für Sie die tägliche Zahnpflege im Mittelpunkt stehen. Sie sollten ihre Zähne nach jeder eingenommenen Mahlzeit sehr gründlich und umfassend reinigen. Dabei sollte neben einer effektiven Zahncreme und Bürste auch Zahnseide zum Einsatz kommen. Vorbeugen ist immer besser als eine OP. Aber auch bei bester Vorbeugung kann es früher oder später ein Problem geben. Was ist zu tun, wenn es trotz intensiver und regelmäßiger Zahnpflege zu einer Entzündung gekommen ist?

Auch bei Entzündung der Wurzelspitze gibt es Alternativen in der Behandlung

Wenn Sie über eine permanente Entzündung einer Wurzelspitze ihres Zahnes klagen, ist der Gang zum Fachmann unbedingt notwendig. Wenn diese Schwierigkeiten bereits zum wiederholten Male vorliegen und es sich möglicherweise um eine mittlerweile insuffiziente Wurzelfüllung handelt, kann der Zahnarzt dazu raten, als Alternative zur Wurzelspitzenresektion die Extraktion des kranken Zahnes vorzuschlagen. Mitunter büßen Sie damit zwar einen Zahn ein, aber endlich ist auch die Leidensgeschichte und permanente Schmerz-Behandlung ihres Zahnes abgeschlossen. Deshalb gilt es, Vor- und Nachteile vor einer Entscheidung zur Extraktion gründlich abzuwägen. Mitunter ist der Verzicht eines Zahnes für schmerzgeplagte Patienten die bessere Alternative. Doch davor ist gründliches Nachdenken und kompetente Beratung notwendig.

Weitere Behandlungsalternativen zur Wurzelspitzenresektion

Liegt beim Patienten eine sehr kompliziert angelegtes Wurzelkanalsystem vor oder gibt es sogar sehr schwer zu beseitigende alte und inaktive Füllungen der Wurzel, empfiehlt sich zumeist die Konsultation eines Spezialisten im Fachgebiet Endodontie. Diese Spezialisten können durch Kenntnis und Anwendung moderner technologischer Verfahren zumeist auch bei sehr komplizierter anatomischer Ausgangslage Wurzelkanäle mit einer neuen und wirksamen Wurzelfüllung versehen. So sind diese Experten auch bei komplizierten Fällen oft in der Lage, die Wurzelspitzenresektion vermeiden zu können. Für die fachspezifische Behandlung der Wurzelkanäle steht Endotologen eine Vielfalt an zahnärztlichen per Hand zu steuernden Instrumenten nebst maschinell betriebenen Geräten zur persönlichen Verfügung. Sie sollten sich beim Zahnarzt und Experten ihres Vertrauens immer sehr gründlich über die für Sie beste Therapie beraten lassen. Diese Zeit der Recherche und Entscheidungsfindung zahlt sich am Ende immer aus.

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